Ein weiterer Grund warum ich so lange in Europa blieb war ja um zu gucken ob Schottland immer noch eines meiner Traumländer zum leben ist, und ich nehme es hier jetzt gleich vorneweg, nein, ist es nicht. Edinburgh ist wunderschön, und immer noch eine meiner liebsten Städte, aber zum nur besuchen. Es regnet einfach zu viel. Ich hatte mir vorgenommen zwei Monate in Edinburgh zu arbeiten und leben, das leben war relative einfach organisiert, ein junges Pärchen mit zwei Katzen vermieteten ihr Gästezimmer während der Festivalzeit und ich hatte ein zu Hause. Der Job lies auf sich warten. Ich hatte die Schwierigkeit der Arbeitssituation in GB wirklich unterschätzt. In Irland merkte ich wie schlecht sie ist, aber irgendwie dachte ich das sei doch kein Problem. Einen Monat lang habe ich etwa 50 Bewerbungen verteilt und nichts gefunden, zum Glück konnte ich ein paar mal Gwens Tochter Isabella hüten, das gab mir was zu tun. Im September habe ich dann dank eines Temporärbüros (hätte auch früher darauf kommen können, aber es sollte wohl so sein)arbeit gefunden. Ich habe im Hibernian-Fussball-Stadium gearbeitet, in einem Chips-Van, an Banketten, in einem Konferenzzenter und dann noch Studentenheime geputzt. Viele neue nette Leute kennengelernt, viel an mir gearbeitet, Edinburgh entdeckt und so viel gelesen wie noch nie. Schottland, I love you, aber den Regen kannste behalten.


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